Theuerdank Nürnberg, 1517


Theuerdank Nürnberg, 1517

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Die Erstausgabe des Theuerdank – Geschenkexemplar von Kaiser Maximilian I. Der Theuerdank. Melchior Pfintzing & Marx Treitzsauerwein: „Die geuerlicheiten vnd einsteils der geschichten des loblichen streytparen vnd hochberümbten helds vnd Ritters herr Tewrdannckhs“. Gedruckt in Nürnberg bei Johann Schönsperger d.Ä., 1517. Schönsperger (um 1455–1521) war seit 1508 kaiserlicher Hofbuchdrucker in Nürnberg. Bedeutende Erstausgabe eines der berühmtesten illustrierten Werke der Frührenaissance mit dem legendären Heldenepos um den edlen Ritter Theuerdank. Das Werk feiert in idealisierter Weise die heroischen Abenteuer und Taten des jungen Kaiser Maximilian bis zu seiner Brautwerbung um Maria von Burgund. Der Theuerdank ist das einzige Werk der „medialen kaiserlichen Heldentrilogie“, welches zu Lebzeiten des Kaisers fertig wurde und zur damaligen Zeit erschien. Der „Weisskunigk“, die unvollendet gebliebene allegorische "Autobiographie" Kaiser Maximilians I. erschien erst 1775 in Wien und der Heiligenepos „Images de Saints Maximilian I.“ gar noch später. Im Jahre 1517 erschienen etwa 40 Exemplare des Theuerdank im Folioformat auf wertvollem Pergament, sowie 300 Exemplare auf Papier. Die Pergamentexemplare waren als Geschenke für hochgestellte Persönlichkeiten im Umfeld Maximilians gedacht. Maximilian förderte in seinem Theuerdank die Legendenbildung der eigenen Person, die alle Gefährdungen besonnen, weise und tapfer meistert. Seine ständigen Begleiter auf den Abenteuern sind Fürwitz, Unfall und Neidhard; diese repräsentieren die drei Laster Übermut, Vermessenheit und Neid. 289 (von 290) Blatt, es fehlt das Blatt H8 mit dem Holzschnitt Nr.98, ansonsten vollständig. er Theuerdank gilt als ein außerordentlich bedeutsames Werk der Buchdruckerkunst. Die außergewöhnliche Typografie entwarf Vinzenz Rockner, deren Form auf Wunsch des Kaisers der in seiner Kanzlei gebräuchlichen  Handschrift nachempfunden worden war. Originaler, blindgeprägter, wohl süddeutscher Kalbsledereinband über massiven Holzdeckeln, datiert 1543. Großfolio: 39 x 27 x 7 cm. Einband und Buchblock wurden umfassend professionell restauriert. Provenienz: „SPEFRVOR ETFATO: Leopoldus Grabner zu Rosenberg – 1547“. “Leopold Grabner von Rosenberg (+1610) ist einer der bedeutendsten Vertreter des protestantischen Adels in Österreich und wichtig für die Geschichte der Reformation in diesem Lande. Das zweite Exlibris verweist auf Job (Jakob) Hartmann Freiherr En(n)enkel von Albrechtsburg (04.09.1576 - 09.02.1627), mit dem diese uralte, vor allem in Niederösterreich begüterte Familie ausstarb. Er war Kämmerer der Kaiser Rudolf II. und Matthias, Landrat im Erzherzogtum Österreich ob der Enns und Regimentsrat der Niederösterreichischen Lande.

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